Ein Familientreffen in Höringhausen, dem Heimatort meiner Mutter, benutzen wir für einen einwöchigen Urlaub. Dort hatten wir für eine Woche eine Ferienwohnung gemietet. Für das Treffen war auch einer meiner Cousins aus der Schweiz angereist. Gemeinsam mit ihm und seiner Frau machten wir einen Ausflug nach Kassel Wilhelmshöhe.
Wanderkarte
Wie üblich hatte ich mir einen Track im Internet besorgt um den Park mit seinen Attraktionen zu erkunden. Wir parkten auf dem Parkplatz des Parks an der Wilhelmhöher Allee. Das war kostenpflichtig (8,50 Euro) beinhaltete aber ein Busticket für alle PKW-Insassen für Hin- und Rückfahrt bis zum Herkules-Denkmal. Wir wollten aber laufen, dazu später mehr.
Zunächst folgten wir mehr oder weniger meinem Track in Richtung Schloss Wilhelmshöhe. In dem Schloss sind heute u.a. „Malereien der alten Meister“ des Hessischen Landesmuseums ausgestellt. Sicherlich einen Abstecher wert, aber es gab draussen so viel zu sehen …
An dem Fontänen Teich vorbei ging es weiter bergauf zur Löwenburg. Es handelt sich hier um eine künstliche Burgruine die zwischen 1793 und 1801 von einem Hessischen Landesfürsten erbaut wurde.
Mittlerweile war uns klar, dass wir es bis zum Herkules Denkmal das sich am höchsten Punkt des Parks befindet, nicht mehr schaffen würden wenn wir die Wasserspiele nicht verpassen wollten. Ausserdem stand noch ein kurzes Mittagessen an. So machten wir beim „Der Grischäfer – Löwenburg Chalet“ den Einkehrschwung. Pünktlich zum Beginn der Wasserspiele waren wir fertig und warteten an der Teufelsbrücke auf das Wasser, welches man jeden Nachmittag den Berg herab laufen läßt. Aus der Ferne konnten wir schon erkennen, dass sich direkt unterhalb des Herkules Denkmals die Wassermassen in Bewegung setzten. Es dauerte aber eine ganze Weile bis es bei uns ankam. Unterhalb der Teufelsbrücke gab es dann einen richtigen kleinen Wasserfall.
Abschluss des ganzen Spektakels bildete die Inbetriebnahme der großen Fontäne im Fontänen-Teich kurz oberhalb des Schlosses. Beeindruckende 50 m schoss das Wasser in die Höhe und lief eine ganze Weile. Mich erinnerte das an den Jet d’Eau in Genf, der ist 140 m hoch. Laut „Dr. Google“ befindet sich der weltweit höchste Wasserstrahl in Dschidda, Saudi Arabien. Er ist 312 m hoch. Im Gegensatz zu den vorgenannten Fontänen benötigt die Fontäne in Kassel keine Pumpen. Der hydrostatische Wasserdruck vom Herkules Denkmal aus reicht für die 50 m Höhe. Nicht zu Unrecht ist der Park mit seinem Ensemble seit 2013 UNESCO Welt-Kulturerbe.
Nachdem die letzten Wassermassen abgeflossen waren, wanderten wir zurück zum Parkplatz. Dort angekommen lockte uns immer noch die tolle Aussicht vom Herkules-Denkmal, dem höchsten Punkt der Anlage. Also nutzen wir unser Bus-Ticket und fuhren hoch. Der Ausblick über die gesamte Anlage und die Stadt Kassel ist wirklich phantastisch. Nach einem kurzen Rundgang fuhren wir mit dem Bus wieder zurück. Leider setzte uns der nicht wieder am Parkplatz ab wo wir losgefahren waren. Die Fahrt endete statt dessen am Bahnhof in Wilhelmshöhe und wir mußten 2.5 km zurück zu unserem fahrbaren Untersatz laufen (bei meinem downloadbarem Track ist die Busfahrt mit dabei).
Fazit : Sehr schöner Ausflug. Es ist fast unmöglich alle Attraktionen des Parks (incl. Museum) an einem Tag zu sehen. Wir werden wohl nochmal hinfahren müssen.
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