Für den zweiten Tag unseres einwöchigen Urlaubs im Waldecker Land hatten wir uns einen Besuch in Bad Wildungen vorgenommen. Der Ort hat nur 17 Tsd. Einwohner, „macht aber deutlich mehr her“. Seit 1906 ist Wildungen offiziell ein Kurort und darf sich mit dem Zusatz Bad schmücken.
Wanderkarte
Aus dem Internet lud ich mir einen GPX-Track für eine Wanderung durch den Kurpark und die Stadt runter. Der Rundweg startet am Bahnhof in Bad Wildungen. Die dortigen Parkplätze (P+R) sind aber sehr knapp bemessen und waren alle belegt. Wir fanden etwas weiter vom Bahnhof weg in der Itzelstraße einen Abstellplatz und starteten von dort.
Über einen kleinen schmalen Weg mit vielen Treppenstufen stiegen wir auf in die höher gelegene Altstadt. Von dort hatten wir eine schöne Aussicht auf Schloss Friedrichstein, welches auf einem gegenüber liegendem Hügel thront. Die Altstadt ließen wir zunächst links liegen und wanderten bergab in den Königsquellenpark und von dort ging es ohne weitere Steigungen in das Bornebachtal. Die Wege waren breit und sehr einfach begehbar.
Durch den Quellentunnel gelangten wir in den Kurpark. Dieser beansprucht für sich der größte Kurpark Europas zu sein. Er ist sehr lang gestreckt und endet an der Wandelhalle (siehe Titelbild) in der einige Quellen zugänglich sind und wo jedermann von dem Heilwasser probieren kann. Mir hat es nicht besonders geschmeckt.
Auf einer der zahlreichen Bänke pausierten wir und verzehrten unsere übliche Marschverpflegung. Danach ging es wieder leicht bergauf in Richtung Stadt. Diese ist stark vom Kurbetrieb geprägt und bietet zahlreiche Hotels, Pensionen und medizinische Einrichtungen. Alles hat schon etwas Patina angesetzt und erinnerte mich an die 60-er bis 70-er Jahre als es noch üblich war alle 2-3 Jahre auf Kosten der Krankenkasse eine Kur zu machen. Meine Eltern hatten das regelmäßig gemacht, ich selbst habe noch nie im Leben eine Kur gemacht, habe es aber zum Glück auch nicht nötig.
Wichtigste Straße im Ort ist die Brunnenallee in der sich auch zahlreiche Cafés und Restaurants befinden. Die Verlängerung der Brunnenallee in Richtung Altstadt wurde neu gestaltet und hat mir sehr gefallen. In der daran anschließenden Altstadt gibt es es zahlreiche schöne Fachwerkhäuser. Von einem Bio-Laden mal abgesehen, haben sich hier vielfach die üblichen Geschäfte breit gemacht (Dönerladen, Handy-Shop, Thai-Massage etc.). Ist aber trotzdem alles recht nett.
Am Ende der Altstadt kamen wir wieder auf den Track zurück auf dem wir den Aufstieg in die Altstadt gemacht hatten. Diesmal ging es nun bergab zu unserem Wagen und in einer guten halben Stunde Fahrzeit waren wir wieder zurück in unserem Feriendomizil in Höringhausen.
Fazit : Beschauliche Runde auf bequemen Wegen. Der Kurpark lädt zum Verweilen ein.
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