Der Keukenhof ist eine Park-und Gartenanlage südöstlich von Amsterdam, relativ nahe an der Nordseeküste gelegen. Ein dortiger Besuch sollte während der Zeit der Tulpenblüte, also am besten im April, eventuell noch Anfang Mai stattfinden.
Wo ist der Keukenhof ??
Für uns boten sich für den Besuch 2 Möglichkeiten an : a) Privatanreise oder b) Buchung einer organisierten Bustour. Da wir keine Lust auf Parkplatzsuche und Stop and Go im Stau hatten endschieden wir uns für die 160 Eure kostende Busreise eines lokalen Anbieters. Um 6 Uhr morgens wurden wir in Leichlingen von einem Zubringerbus abgeholt der anschließend noch einige Ortschaften der näheren Umgebung abklapperte.
Nach einer knappen Stunde stiegen wir dann in Leverkusen-Opladen in einen großen, komfortablen Reisebus der auch für einen 1 Meter 90 langen Rentner genügend Beinfreiheit hatte. Nach einer kurzen Rast vor der holländischen Grenze mit kurzem Frühstück (gehörte zum Reiseangebot) erreichten wir um 11 Uhr den Keukenhof. Schon von weitem konnte man ausgedehnten Tulpenfelder, aber auch einen gigantischen Busparkplatz erkennen. Petra und ich schauten uns zunächst etwas skeptisch an, auf unseren Stirnen stand in großen Lettern geschrieben : Ob das wohl für uns das Richtige ist ??
Unser netter Reiseleiter brachte die Gruppe (ca. 45 Personen, alles Rentner) zum Eingang wo wir dann abgezählt wurden. Einzeltickets gab es nicht. Unsere Wartezeit ging gegen null, wir konnten trotz eines großen Andrangs so rein marschieren. Anmerkung : bei einer Individualreise hätten wir 58 Euro Eintritt und 9 Euro Parkplatzgebühr bezahlt. Die Zeit für die zusätzliche, knapp einstündige Bustour des Zubringerbuses wäre wohl für Parkplatzsuche, Kauf der Karten und Schlange stehen drauf gegangen. Nachdem wir den Eingang hinter uns gelassen hatten konnte jeder seinen Besuch in eigener Regie durchführen.
Das Gelände ist zwar riesig, aber die ca. 26 000 täglichen Parkbesucher sorgten doch für etwas Gedränge. Trotz allem : ich war von der Blütenpracht überwältig, mir fiel die Kinnlade runter und es dauerte eine Weile bis ich sie wieder hochgeklappt hatte, so schön war das.
Wir wanderten anschließend kreuz und quer durch den gesamten Park in dem es ausreichende, und wie Petra berichtete vorbildliche Toilettenanlagen gibt. Es bestanden auch zahlreiche Möglichkeiten für einen Einkehrschwung in diversen Lokalitäten. Der Reiseführer hatte uns im Bus allerdings vor den Preisen gewarnt. War aber nicht schlimm, wir hatten wie bei unseren Wanderungen üblich genügend „Marschverpflegung“ eingepackt.
Ich hatte meine „große Kamera“ dabei und machte davon auch reichlich Gebrauch. Bei den Übersichtsaufnahmen wurde zwar die ein oder andere Person in Lightroom entfernt, aber so ganz ohne „Begleitpersonen“ ging das nicht ab. Nach 3 Stunden rum wandern im Park ging es zurück zum Bus. Es sollte noch ein kurzer Trip an die Nordseeküste stattfinden, die nur 20 Busminuten entfernt ist. In Nordwijjk stoppte der Bus direkt neben eine Fischbude an der wir uns leckeren Kibbeling gönnten. Unsere Marschverpflegung nahm wir zum größten Teil wieder mit nach Hause. Frisch gestärkt machten wir noch einen Strandspaziergang (ohne Kamera) und nach einem 1 ½ stündigen Aufenthalt am Meer traten wir die Heimreise an. Die war nicht ganz frei von Staus und wir waren auch hier froh das wir uns für die Bustour und nicht die Privatanreise entschieden hatten. Stau hatten wir nur in Holland, der Busfahrer (= Reiseleiter) hatte sich für die Rückreise den Weg über Venlo, Krefeld ausgesucht und so den Stau bei Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf umfahren. War recht angenehm die Rückreise. zu Hause warf ich einen Blick auf den Schrittzähler meines Handys und stelle fest das wir 6.8 km gelaufen waren.
Fazit : Den Keukenhof sollte man sich nicht entgehen lassen, aber nix für Leute die bei Menschansammlungen in Panik verfallen.
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